2. Formen der Rhythmisierung
Abschnittsübersicht
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2.1. Formen der Rhythmisierung
Wie im Video aus Abschnitt „Rhythmisierung“ dargestellt, werden drei Formen der Rhythmisierung unterschieden: äußere, innere bzw. binnen und individuelle Rhythmisierung. Diese werden unter Berücksichtigung von Anspannungs- und Entspannungsphasen im Schultag integriert und sollten bei der Entwicklung eines rhythmisierten Ganztags Beachtung finden.
Unten sehen Sie eine Übersicht über die verschiedenen Rhythmisierungsformen und ihre Merkmale:Gerahmt wird die Rhythmisierung in einer Ganztagsschule vom Takt als planungsbestimmendes Instrument zur „schuleinheitlich festgelegte[n] Strukturierung“ (Burk 2005, S. 68). Im Gegensatz zur Rhythmisierung zählt der Takt unveränderlich und sorgt für Beständigkeit im Ganztag. Gemeint ist beispielsweise das klassische 45-Minuten-Modell zur Einteilung des Unterrichts und des Stundendeputats von Lehrkräften oder die 5, 10, 15 oder 30-Minutenpausen.
Mittlerweile wird diese Idee jedoch nach und nach von neuen Konzepten abgelöst. Hierunter zählt die Verkürzung des Unterrichts auf 40 Minuten, um die eingesparten 5 Minuten im Nachmittagsbereich zu verwenden oder die Ausweitung auf 90 Minuten Blöcke, welche bspw. eine Einbindung von individuellen Lernzeiten erleichtern. Auch die Zeiten der multiprofessionellen Kooperation als feste Austauschmöglichkeiten der verschiedenen an der Schule tätigen Professionen werden in einer modernen Taktung des Ganztags mit einbezogen. -
2.2. Zwischenaufgabe Formen der Rhythmisierung
Kreuzen Sie an, welche der folgenden Faktoren Sie für Gelingensbedingungen von Rhythmisierung in der Ganztagsschule halten und erhalten so einen Abgleich zu den in der Wissenschaft diskutierten Gelingensbedingungen von Rhythmisierung.
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2.3. Arbeitsauftrag
Aufgabe:
Wie aus dem Abschnitt „Rhythmisierung“ deutlich wurde, benötigt die Einführung bzw. Umsetzung einer rhythmisierten Tagesstruktur zunächst eine IST-Stand Analyse. Besprechen Sie in Ihrem multiprofessionellen Team die folgenden Fragen:
- Was ist das Ziel unserer Schule?
- Welche Zeitstrukturierung liegt bereits vor?
Leitfragen (in Anlehnung an StEG, 2014, S. 19) (PDF-Download):
- Wurde der Rhythmus der 45-Minuten-Stunden im Wesentlichen beibehalten?
- Wurden bereits Zeitkonzepte für die Tagesrhythmisierung entwickelt?
- Wurden in der Tagesstruktur größere Zeitblöcke gebildet?
- Wurden in der Tagesstruktur einzelne „Kurzstunden“ (unter 45 Min.) bzw. „Maxistunden“ (über 45 Min.) gebildet?
- Was sind die Effekte dieser Strukturierung?
- Was möchten wir ändern?
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2.4. Vertiefung und Reflexion
Da die Einführung von Rhythmisierung in der Ganztagsschule maßgeblich von dem Willen der beteiligten Akteure abhängt, bieten wir Ihnen hier die Möglichkeit, Ihre eigene Einstellung gegenüber der Einführung oder Umsetzung von Rhythmisierung zu reflektieren.
Hierzu können Sie die Methode „Räume der Veränderung“ kennenlernen. Klicken Sie dazu auf den Link, um mehr zu erfahren. Die Methode unterstützt Sie dabei, Ihre eigene Haltung zur Einführung von Rhythmisierung zu reflektieren sowie diese Reflexion auch in Ihrem multiprofessionellen Team anzuregen.
Reflexionsfragen:
- Welchem Raum fühlen Sie sich zugehörig?
- Welchen Raum würden Sie aktuell Ihrem multiprofessionellen Team zuordnen? Diskutieren Sie dies gerne in Ihrem Team.
- Welchen Raum würden Sie aktuell für Ihre Schule auswählen?
Über die folgenden Links finden Sie Beispiele für rhythmisierte Stundenpläne. Diese können als Ideenimpuls dienen. Wie letztlich eine Rhythmisierung im Stundenplan umgesetzt wird, obliegt jedoch jeder einzelnen Schule, da jede Schule individuelle Voraussetzungen hat und diese in einem Schulentwicklungsprozess erarbeiten muss.
- Auf der Website der Serviceagentur Berlin unter dem Punkt „Zeitpläne“
- Auf Seite 26–28 in der Broschüre „Forum Ganztagsschule Niedersachsen – Andere Rhythmen – andere Zeiten“ (Kultusministerium, 2015)
- Auf Seite 17 der Broschüre „Ganztägige Bildung an Grundschulen in Niedersachsen“ (Niedersächsisches Kultusministerium, 2010)
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2.5 Quellenangaben und weiterführende Informationen
Burk, K. H. (2005). Zeitstrukturmodelle. In: Höhmann, K., Holtappels, H. G., Kamski, I. & Schnetzer, T. (Hrsg.). *Entwicklung und Organisation von Ganztagsschulen. Anregungen, Konzepte, Praxisbeispiele* (S. 66–71). Dortmund: IFS-Verlag.
Die „Rhythmisierung“ in der Ganztagsschuleals gelingender Faktorfür eine veränderte Lernkultur (PDF-Download)
Zeitliche Rythmisierung in Ganztagsschulen (PDF-Download)
Leipelt, A. (2019). *Räume der Veränderung*. (Website)
Niedersächsisches Kultusministerium (2010). *Ganztägige Bildung an Grundschulen in Niedersachsen*.
Qualitätsentwicklung, Unterstützung und mehr
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