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    • Individualisiertes Lernen ist einer der Bausteine für inklusiven Unterricht und inklusive Angebote. Pädagogische Diagnoseprozesse ermöglichen es, Ausgangsbedingungen, Lernvoraussetzungen und Lernstände von Schülerinnen und Schülern einzuschätzen. Auf der Grundlage der pädagogischen Diagnostik können passende Fördermaßnahmen geplant und umgesetzt werden, um individualisiertes Lernen zu ermöglichen. Die Dokumentation erfolgt in den Bögen zur individuellen Lernentwicklung (ILE) bzw. in individuellen Förderplänen, die regelmäßig evaluiert und fortgeschrieben werden. Eine gute Förderplanung im multiprofessionellen Team ist daher auch Grundlage für eine gute inklusive Ganztagsschule. Durch eine gemeinsame Förderplanung kann eine Verzahnung von Unterricht und Nachmittagsangeboten stattfinden.

      Quelle: Diagnostik und Förderplanung (Nds. Kultusministerium)

      Fallbeispiel Icon

      Fallbeispiel Sven

      Bild Sven Die an der Ganztagsschule von Sven tätigen Professionen haben sich zu einer kooperativen Förderplanung für Sven zusammengefunden und Maßnahmen geplant. Sie haben sich dabei am Das Konzept ES zum Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen orientiert und sich für die Förderplanung nach SPLINT entschieden. Zur Beratung und Unterstützung hat das multiprofessionelle Team zusätzlich eine Lehrkraft des Mobilen Dienstes Emotional-Sozial angefordert. Zwei Maßnahmen wollen sie unmittelbar ausprobieren, welche sowohl am Unterrichtsvormittag als auch am Nachmittag durchführbar sind und somit eine Verzahnung ermöglichen.

      Klasse Kinder Spiel

      Das „Klasse Kinder Spiel“ ist eine evidenzbasierte universelle Intervention, welche seit mehr als 35 Jahren erprobt und evaluiert wird und den großen Erfolg der Maßnahme belegt. Das Klasse Kinder Spiel dient der Verhaltenssteuerung durch die Belohnung von positivem Arbeitsverhalten von Schüler:innen während der Arbeitsphasen im Unterricht. Das Klasse Kinder Spiel kann sowohl auf Schul- als auch auf Klassenebene eingesetzt werden und lässt sich einfach auf Situationen außerhalb der Klassenzimmers (Ganztag) übertragen. Ziele sind die gegenseitige Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in der Beachtung von Regeln, mehr Lernzeit im Unterricht, eine Reduzierung von Unterrichtsstörungen, Steigerung der Aufmerksamkeit im Unterricht, Verbesserung der Selbstkontrolle der Schüler:innen, höhere Motivation und Erfolgserleben bei adäquatem Verhalten.
      [Quelle: CTC]

      Check in - Check out (CICO)

      „Check in - Check out“ ist eine evidenzbasierte Intervention der Interventionsebene 1 für Kinder und Jugendliche, die aufgrund ihres Verhaltens in Konflikte geraten (z.B. stören; Aufgaben nicht fertig machen; Sachen nicht dabei haben). Das Ziel ist die emotional-soziale Unterstützung der Schülerinnen und Schüler, um besser im (Schul-)Alltag zurechtzukommen. Kompetentes Verhalten soll aufgebaut werden, Problemverhalten reduziert werden.
      [Quelle: Maßnahme Check in - Check out; Schulentwicklung NRW]

      Literatur und Links zur Vertiefung: