Abschnittsübersicht

Kursübersicht

    • Die Integration von KI in den Schulalltag ist ein komplexer Schulentwicklungsprozess, der alle Bereiche der Schule betrifft. Dieser Leitfaden bietet Ihnen zentrale Fragestellungen, die Sie als Ausgangspunkt für die systematische Entwicklung einer KI-Strategie an Ihrer Schule nutzen können.

      Die folgenden Fragen sind nach Themenclustern geordnet. Sie eignen sich besonders für:

      • Diskussionen in Steuergruppen oder erweiterten Schulleitungen
      • Pädagogische Tage und schulinterne Fortbildungen
      • Arbeitsgruppen zur Entwicklung von KI-Leitlinien
      • Fachkonferenzen zur fachspezifischen Auseinandersetzung

      Hinweis zur Nutzung
       

      Die Fragen sind bewusst offen formuliert, um verschiedene Perspektiven und Diskussionen anzuregen. Es gibt nicht die eine richtige Antwort – vielmehr geht es darum, als Kollegium eine gemeinsame Haltung zu entwickeln und konkrete Schritte für Ihre Schule zu definieren. 

      Cluster 1: Pädagogik
      • Welche Kompetenzen brauchen Schülerinnen und Schüler, um KI reflektiert und verantwortungsvoll zu nutzen?
      • Wie kann KI so eingesetzt werden, dass Lernprozesse vertieft und nicht abgekürzt werden?
      • Welche Chancen bietet KI für Inklusion, Differenzierung und individuelle Förderung?
      • Wie verändert sich die Rolle der Lehrkraft in einer KI-gestützten Lernumgebung?
      • Welche pädagogischen Grundsätze unserer Schule müssen wir beim KI-Einsatz besonders berücksichtigen?

      Cluster 2: Didaktik & Curriculum
      • In welchen Fächern und Projekten soll KI thematisiert werden – und wie fächerübergreifend?
      • Müssen Curricula angepasst werden, um KI-Kompetenzen (z. B. Datenkritik, Kreativität, Quellenbewertung) systematisch aufzubauen?
      • Wie bleibt Leistungsbewertung valide, wenn KI Texte, Bilder oder Codes generieren kann?
      • Welche Aufgabenformate sind geeignet, um eigenständiges Denken trotz KI-Verfügbarkeit zu fördern?
      • Wie können wir Lernen über, mit und an KI in unserem Unterricht umsetzen?
      • Wo sehen wir konkrete Anknüpfungspunkte zum Kerncurriculum (KC) in Niedersachsen?

      Cluster 3: Organisation & Schulentwicklung
      • Wie entwickeln wir als Schule eine gemeinsame Haltung zum Umgang mit KI?
      • Welche Fortbildungs- und Unterstützungsangebote brauchen Lehrkräfte?
      • Wie können Datenschutz und rechtliche Anforderungen mit praxisnahem Arbeiten vereinbart werden?
      • Welche technische Infrastruktur ist nötig, um KI sinnvoll und sicher zu nutzen?
      • Brauchen wir eine Steuergruppe „KI & Digitalität"? Wer sollte darin vertreten sein?
      • Welche KI-Tools kommen für unsere Schule infrage – und erfüllen sie DSGVO-Anforderungen?
      • Wie binden wir Eltern und außerschulische Partner in den Prozess ein?
      • Welche Zeitressourcen und Entlastungen brauchen Lehrkräfte für die Entwicklungsarbeit?

      Cluster 4: Gesellschaft & Ethik
      • Wie vermitteln wir Schülerinnen und Schülern den kritischen Umgang mit KI, etwa in Bezug auf Bias und Fairness?
      • Welche Rolle spielt Schule bei der Vorbereitung auf eine Arbeitswelt, in der KI selbstverständlich ist?
      • Welche Risiken entstehen, wenn Schulen KI unkritisch einsetzen oder komplett ausschließen?
      • Wie binden wir Eltern und Gesellschaft transparent in die Diskussion ein?
      • Welche ethischen Leitplanken wollen wir für den KI-Einsatz an unserer Schule setzen?
      • Wie gehen wir mit dem Spannungsfeld zwischen Innovation und Vorsicht um?

      Nächste Schritte nach der Diskussion

      1. Priorisieren Sie die drängendsten Fragen für Ihre Schule
      2. Bilden Sie Arbeitsgruppen zu einzelnen Clustern
      3. Entwickeln Sie konkrete Maßnahmen und Zeitpläne
      4. Vereinbaren Sie Meilensteine zur Evaluation und Weiterentwicklung

      Beispiel-Prompt:

      Ich möchte als Schulleitung/Steuergruppe eine sinnvolle und verantwortungsvolle KI-Strategie für unsere Schule entwickeln. Bitte unterstütze mich dabei, indem du zu folgenden Bereichen konkrete, praxisnahe Impulse gibst:

      • Pädagogik: Welche Kompetenzen brauchen Schüler*innen, wie kann KI Lernprozesse vertiefen und individuelle Förderung unterstützen, und wie verändert sich die Rolle der Lehrkraft?

      • Didaktik & Curriculum: In welchen Fächern sollte KI thematisiert werden, wie sichern wir valide Leistungsbewertung, und wie fördern wir eigenständiges Denken trotz KI?

      • Organisation & Schulentwicklung: Welche Haltung soll das Kollegium entwickeln, welche Fortbildungen werden benötigt, welche Infrastruktur und DSGVO-konformen Tools sind sinnvoll?

      • Gesellschaft & Ethik: Wie vermitteln wir kritischen Umgang mit KI, welche Leitplanken brauchen wir, und wie binden wir Eltern und Öffentlichkeit ein?

      Bitte hilf mir außerdem, priorisierte Maßnahmen, Arbeitsgruppen, Zeitpläne und Meilensteine für die Schulentwicklung festzulegen. Frage nach Kontext, wenn Informationen fehlen.“

    • Kompetenzen, die durch Einsatz von KI bei Lernenden gefördert werden können

      Damit wird KI nicht zum Ersatz des Lernens, sondern zum Lerngegenstand und Werkzeug, das kritisches Denken, Sprache und Recherche fördert.

      Beispiel-Prompt:

      Ich möchte den Einsatz von KI im Unterricht so gestalten, dass zentrale Kompetenzen der Schüler*innen gezielt gestärkt werden. Bitte unterstütze mich dabei und liefere Vorschläge, Materialien und Aufgabenformate, die folgende Kompetenzbereiche fördern:

      • Medienkritik & KI-Kompetenz: Schüler*innen sollen KI-Ergebnisse kritisch hinterfragen und deren Zuverlässigkeit einschätzen können.

      • Sprachbewusstsein: KI soll genutzt werden, um stilistische und grammatische Qualität von Texten zu prüfen, zu vergleichen und zu verbessern.

      • Recherchekompetenz: Lernende sollen Informationen absichern, Quellen prüfen und KI-Antworten in eigene Recherchen einordnen können.

      • Urteilsfähigkeit: Schüler*innen sollen KI-Bias erkennen und gesellschaftliche Reproduktion von Stereotypen reflektieren.

      • Prompt Literacy: Lernende sollen verstehen, wie unterschiedliche Prompt-Formulierungen die Qualität der Ergebnisse beeinflussen.

      • Vergleich Mensch–KI: Aufgaben sollen Schüler*innen anregen zu analysieren: Was kann ich besser? Wobei hilft KI? – z. B. durch das Ausprobieren verschiedener Prompts in Gruppen und den Vergleich der Ergebnisse.

      • Reflexion & Verantwortung: Lernende sollen reflektieren, welche Verantwortung sie beim KI-Einsatz haben und wie Missbrauch vermieden wird.

      Bitte entwickle dazu konkrete Unterrichtsideen, Übungen und Reflexionsfragen – passend zu Fach, Klassenstufe und Lernzielen. Frage nach, wenn weitere Kontextinformationen nötig sind

    • Hat KI für Schule und Unterricht einen disruptiven Charakter?

      KI-gestützte Sprachmodelle sind ein Thema, das bei Lehrkräften häufig starke Reaktionen hervorruft. Sie haben das Potenzial, die Art und Weise grundlegend zu verändern, wie Schulen lehren und wie Schülerinnen und Schüler lernen.

      Besonders disruptiv wirkt KI dort, wo Unterricht traditionell als reine Informationsweitergabe verstanden wird: Texte verfassen, Zusammenfassungen schreiben oder Fakten wiedergeben. Solche Aufgaben lassen sich heute mit KI scheinbar mühelos erledigen. Dadurch geraten klassische Formen der Leistungsüberprüfung unter Druck, weil Autorschaft schwerer nachzuweisen ist.

      Wenn Unterrichtszeit jedoch stärker für gemeinsames Erarbeiten, Diskutieren und Reflektieren genutzt wird, können KI-gestützte Sprachmodelle einen positiven Beitrag leisten. Schülerinnen und Schüler erhalten Unterstützung beim Schreiben, beim Strukturieren von Argumenten oder beim Entwurf von Texten – die Verantwortung für Auswahl, Bewertung und Weiterentwicklung bleibt bei ihnen.

      Ein rein lehrkräftezentrierter Unterrichtsstil birgt hingegen Risiken: Wo Schülerinnen und Schüler vor allem Inhalte passiv aufnehmen und anschließend reproduzieren sollen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass KI lediglich zur Täuschung genutzt wird. KI fordert daher eine weitere Gewichtung hin zu schülerzentriertem und kompetenzorientiertem Lernen.

      KI für Schülerinnen und Schüler

      Diese Dynamik zeigt den disruptiven Charakter von KI: Sie stellt die Glaubwürdigkeit traditioneller Prüfungsformen infrage, fordert mehr Raum für offene Lernprozesse und verlangt eine kritische Auseinandersetzung mit Technik und Quellen. In diesem Sinne ist KI weniger Bedrohung als vielmehr Katalysator für überfällige Reformen.

      Die Pandemie hat verdeutlicht, dass Schule anpassungsfähig sein muss. Auch im Umgang mit KI ist Flexibilität gefragt. Alternative Modelle wie Blended Learning, Projektarbeit oder kollaboratives Arbeiten können helfen, die Chancen von KI zu nutzen, ohne den Bildungsauftrag zu gefährden.

      Lehrkräfte können ihre Bedenken abbauen, wenn sie konkrete Strategien entwickeln: z. B. Aufgabenformate, die Eigenleistung sichtbar machen, reflexive Gespräche über KI, und die Verknüpfung von KI-gestützten und analogen Lernprozessen. Damit wird der disruptive Charakter von KI nicht zur Bedrohung, sondern zur Chance, Schule etwas zukunftsfähiger zu gestalten.

    • Hausaufgaben neu denken im Zeitalter von KI

      Hausaufgaben gelten traditionell als Mittel zur Übung, Vertiefung und Selbstorganisation. Mit dem Aufkommen von KI-gestützten Sprachmodellen stellt sich jedoch die Frage neu: Welche Funktion können Hausaufgaben noch erfüllen, wenn Schülerinnen und Schüler Aufgaben von KI erledigen lassen können, ohne sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen?

      Die Herausforderung

      Besonders Schreibaufträge sind anfällig für Umgehungsstrategien. Mangelndes Interesse, Überforderung oder Notendruck erhöhen die Versuchung, KI als Ersatz statt als Lernhilfe einzusetzen. Die traditionelle Hausaufgabe als isolierte, zu Hause erbrachte Leistung gerät dadurch unter Druck – nicht nur aus rechtlicher Sicht (Nachweisbarkeit der Eigenleistung), sondern vor allem aus pädagogischer Perspektive.

      Ein didaktischer Perspektivwechsel

      Didaktisch sinnvoller ist es, zentrale Schreib- und Denkprozesse stärker in den Unterricht zu verlagern. Modelle wie Stationenrotation oder Blended Learning ermöglichen, dass Schülerinnen und Schüler Texte im Klassenzimmer verfassen und dabei direktes Feedback und Unterstützung erhalten. Lehrvideos oder kurze Inputs können zusätzlich differenzierende Impulse geben, während individuelle Betreuung in Kleingruppen komplexere Schreibkompetenzen fördert.
      Durch diese Verlagerung wird nachvollziehbar, welche Leistungen die Lernenden selbst erbringen – und wo KI unterstützend eingesetzt wurde. Lehrkräfte können den Entstehungsprozess begleiten, Schwierigkeiten erkennen und gezielt fördern.

      Lernorte

      Hausaufgaben neu definieren

      Das bedeutet nicht, auf Hausaufgaben gänzlich zu verzichten. Vielmehr sollten sie neu gedacht werden:

      • Statt reiner Reproduktionsaufgaben: Reflexionsaufgaben, die kritisches Denken erfordern
      • Statt isolierter Textproduktion: Vorbereitende Aufgaben (z. B. Recherche, Ideensammlung), die im Unterricht weiterverarbeitet werden
      • Statt Abgabe als Endprodukt: Prozessdokumentation (z. B. Lerntagebücher, Zwischenschritte dokumentieren)

      Auch KI-gestützte Hausaufgaben können sinnvoll sein, wenn sie reflektiert eingesetzt werden – etwa wenn Schülerinnen und Schüler KI-Ausgaben kritisch prüfen, ergänzen oder verbessern müssen.

      Beispiel-Prompt:

      Ich bin Lehrkraft und möchte Hausaufgaben so formulieren, dass sie trotz KI lernwirksam, eigenständig und nachvollziehbar bleiben. Bitte unterstütze mich dabei und schlage Aufgaben vor, die

      • zentrale Schreib- und Denkprozesse in den Unterricht verlagern

      • sich auf Vorbereitung, Ideensammlung oder Reflexion konzentrieren

      • Prozesse statt Endprodukte betonen (z. B. Lerntagebuch, Zwischenschritte)

      • KI als Lernhilfe statt Ersatz einbinden, etwa durch Prüfen, Vergleichen oder Verbessern von KI-Ausgaben

      • kritisches Denken, Recherchekompetenz und Selbstorganisation fördern.

      Bitte mache konkrete, praxisnahe Vorschläge passend zu Fach, Jahrgang und Lernzielen. Frage nach, wenn Kontext fehlt.

    • „Nutze ein datenschutzrechtlich einwandfreies KI-Tool und bitte es, dir drei unterschiedliche Textaufgaben zu linearen Funktionen zu erstellen. Wähle eine Aufgabe aus, löse sie schriftlich, und überprüfe anschließend mit der KI, ob deine Lösung korrekt ist. Schreibe auf, was du verändern oder präzisieren musstest – sowohl bei deiner Lösung als auch bei der Aufgabenstellung der KI.“

      Didaktischer Wert

      Lernende üben nicht nur das Rechnen, sondern auch das kritische Prüfen von KI-Aufgaben.
      Sie reflektieren, ob die KI korrekt arbeitet, und lernen, Fehlerquellen zu erkennen.
      Gefördert wird Metakognition: Nicht nur Lösung, sondern auch Aufgabenqualität wird reflektiert.

      „Bitte ein KI-Tool um eine kurze Darstellung der Ursachen des Scheiterns der Weimarer Republik. Überprüfe anschließend in deinem Schulbuch und/oder anderen Quellen, ob die KI-Antwort vollständig und korrekt ist. Markiere mindestens zwei Stellen, an denen die KI wichtige Aspekte weggelassen, vereinfacht oder falsch dargestellt hat. Schreibe dann eine eigene, verbesserte Zusammenfassung.“

      Didaktischer Mehrwert

      Lernende üben sich darin, KI-Texte kritisch zu prüfen, statt sie unreflektiert zu übernehmen.
      Sie trainieren ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu Quellenkritik und historischem Urteilsvermögen.
      Selbstständigkeit und Reflexion werden mit klassischem Fachlernen verbunden.

    • Anstoßgebende Fragen für eine Diskussion im Kollegium über den Einsatz von KI im Unterricht

      • Was sollten Lehrkräfte technisch-praktisch über KI-Systeme wissen, um es im Unterricht einordnen zu können?

      • Bedroht KI den Unterricht, wie er heute an Schulen stattfindet – oder eröffnet sie neue Chancen?

      • Welche Konsequenzen hat KI für Unterrichtsformen, Aufgabenstellungen und Leistungsbewertung?

      • Welche Parallelen gibt es zu früheren technischen Innovationen in der Schule (z. B. Taschenrechner, Internet)?

      • In welchen Bereichen kann KI den Lernprozess sinnvoll ergänzen?

      • Können Sie das anhand eines Beispiels verdeutlichen?

      • Welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten sehen Sie für KI im Klassenzimmer?

      • Welche Kompetenzen brauchen Schülerinnen und Schüler, um KI sinnvoll und kritisch zu nutzen?

      • Welche Entwicklungen im Bereich KI erwarten Sie, die den Alltag von Lehrkräften unmittelbar verändern könnten?

      • Sollten wir als Kollegium gemeinsame Leitlinien für den Umgang mit KI entwickeln?

    • Impulsfragen für eine Diskussion

      Einstieg: Wahrnehmung und Erfahrungen
      • Welche Begegnungen hatten Sie bisher mit KI-Tools – privat oder im Unterricht?

      • Wo sehen Sie spontan Chancen, wo eher Risiken?

      Unterricht und Didaktik
      • Welche Fächer oder Themen profitieren besonders vom Einsatz von KI?

      • Welche Kompetenzen brauchen Schülerinnen und Schüler im Umgang mit KI (z. B. kritisches Denken, Quellenbewertung, ethische Reflexion)?

      • Wie verändern KI-Tools unsere Vorstellung von „leistungsüberprüfenden Aufgaben“ (Hausaufgaben, Referate, Prüfungen)?

      Pädagogische und schulische Rahmenbedingungen
      • Welche Regeln oder Leitlinien wären für unsere Schule sinnvoll (z. B. Nutzung bei Hausarbeiten, Transparenzpflicht)?

      • Wie können wir sicherstellen, dass KI den Lernprozess unterstützt, ohne diesen zu ersetzen?

      • Welche Unterstützung (Fortbildungen, Materialien, technische Ausstattung) brauchen Lehrkräfte, um KI sinnvoll einzusetzen?

      Ethische und gesellschaftliche Dimension
      • Welche Verantwortung haben wir, Schülerinnen und Schüler auf eine von KI geprägte Arbeits- und Lebenswelt vorzubereiten?
      • Wie gehen wir mit den Themen Datenschutz, Bias, Intransparenz um?
      • Wo ziehen wir als Schule bewusst Grenzen im KI-Einsatz?



      Welche Antworten liefert die KI zu diesen Fragen?

      Beispiel-Prompt:

      Ich möchte strukturierte, reflektierte und praxisnahe Antworten auf zentrale Diskussionsfragen zum Thema Künstliche Intelligenz in der Schule erhalten. Bitte beantworte die folgenden Themenfelder differenziert, orientiert an aktueller Bildungsforschung und schulischer Praxis.

      1. Erfahrungen & Wahrnehmung: Welche bisherigen Begegnungen mit KI gibt es, und wo liegen Chancen und Risiken?
      2. Unterricht & Didaktik: Welche Fächer profitieren besonders? Welche Kompetenzen brauchen Schüler*innen im Umgang mit KI? Wie verändern KI-Tools unser Verständnis von Hausaufgaben, Referaten und Prüfungen?
      3. Rahmenbedingungen: Welche Regeln oder Leitlinien sind sinnvoll? Wie stellen wir sicher, dass KI Lernprozesse unterstützt, nicht ersetzt? Welche Fortbildungen oder Ausstattung brauchen Lehrkräfte?
      4. Ethik & Gesellschaft: Welche Verantwortung hat Schule in einer KI-geprägten Welt? Wie gehen wir mit Datenschutz, Bias und Transparenz um? Wo ziehen wir Grenzen im KI-Einsatz?

      Bitte liefere zu allen Fragen klare Einschätzungen, konkrete Beispiele, mögliche Modelle oder Leitlinien sowie praxisnahe Empfehlungen. Frage nach weiteren Kontextinformationen (z. B. Schulform, Bundesland, Ressourcen), wenn nötig.

    • Ein möglicher Projekttag zur Einführung von KI

      Titel der Veranstaltung: Projekttag „KI in der Schule – Chancen, Grenzen, Perspektiven“
      Zielgruppe: Lehrkräfte aller Fächer
      Dauer: 1 Tag (ca. 6 Zeitstunden inkl. Pausen)
      Ziel: Grundverständnis von KI, Reflexion pädagogischer Chancen/Risiken, konkrete Einsatzideen für Unterricht

      Ablauf

      1. Einstieg & Aktivierung (ca. 45 Min.)
          • Impuls-Vortrag: „Was ist KI? Von ChatGPT bis DeepL – Grundlagen und aktuelle Entwicklungen“ (15 Min.)
          • Interaktive Übung: Teilnehmer:innen probieren live ein KI-Tool aus.
          • Plenumsgespräch: Erste Eindrücke, Chancen und Befürchtungen.

      2. Verständnis & Einordnung (ca. 90 Min.)
          • Input: Unterschied zwischen Sprachmodellen, Bild-/Audio-KI, adaptive Lernsysteme.
            Arbeitsgruppen:
            • Gruppe A: „KI und Unterrichtsvorbereitung“
            • Gruppe B: „KI im Klassenzimmer – Unterstützung oder Störung?“
            • Gruppe C: „KI, Prüfungen und Leistungsbewertung“
          • Ergebnisse im Plenum: Poster oder digitale Mindmap.

      3. Praxis & Didaktik (ca. 90 Min.)
          • Workshop-Phase: Jede:r erarbeitet eine kleine Unterrichtsidee mit KI-Bezug im eigenen Fach (z. B. Textzusammenfassungen, kreative Schreibaufgaben, kritische Quellenarbeit).
          • Peer-Feedback: Austausch in Tandems oder Kleingruppen.

      4. Reflexion & Rahmenbedingungen (ca. 60 Min.)
          • Diskussion:
            • Wo liegen pädagogische Chancen?
            • Wo sehen wir Gefahren (z. B. Abhängigkeit, Intransparenz, Datenschutz)?
            • Welche Regeln/Leitlinien brauchen wir an unserer Schule?
          • Impulsfragen (wie zuvor entwickelt) als Gesprächsleitfaden.

      5. Abschluss & Ausblick (ca. 30 Min.)
        • Sammeln offener Fragen und Unterstützungsbedarfe (digitale Pinnwand/Padlet).

        • Nächste Schritte: Bildung einer kleinen Steuergruppe „KI & Schule“ zur Weiterarbeit.

      Materialien & Methoden

        • Beamer/Whiteboard, WLAN, Endgeräte für Lehrkräfte
        • Tools: ChatGPT (oder vergleichbare Modelle), Bildgenerator, Übersetzungs- oder Zusammenfassungstools
        • Methoden: Kurzvortrag, Gruppenarbeit, Plenumsdiskussion, Posterarbeit, Peer-Feedback

      Ergebnis des Tages

        • Grundverständnis von KI und Sprachmodellen
          Erste eigene Unterrichtsideen

    • Schulentwicklung Digitalstrategie

      Schulentwicklung mit KI unterstützen: ein Prompt für die strategische Planung

      Die Entwicklung einer schulischen Digitalstrategie ist ein komplexer Prozess, der viele Bereiche umfasst: von der technischen Ausstattung über die Lehrkräftefortbildung bis hin zur Entwicklung gemeinsamer pädagogischer Leitlinien. KI-gestützte Sprachmodelle können Sie dabei unterstützen, diesen Prozess zu strukturieren und konkrete Handlungsschritte zu entwickeln.

      Prozess mit KI

      Der folgende Beispiel-Prompt zeigt, wie Sie ein KI-Tool nutzen können, um sich systematisch durch die verschiedenen Aspekte der Schulentwicklung führen zu lassen. Das Besondere an diesem Ansatz: Die KI arbeitet iterativ mit Ihnen – sie stellt gezielte Rückfragen, präzisiert Empfehlungen und passt ihre Vorschläge schrittweise an die spezifischen Bedingungen Ihrer Schule an. Nutze Sie dabei ausschließlich datenschutzkonforme KI-Tools (beachten Sie die Vorgaben Ihres Schulträgers und der Datenschutzbeauftragten)

      Wichtiger Hinweis: KI-generierte Empfehlungen ersetzen nicht die pädagogische Expertise und die Entscheidungsfindung im Kollegium. Sie dienen als Impulsgeber und Strukturierungshilfe, um den Schulentwicklungsprozess zu unterstützen.
      Beispiel-Prompt:

      Ich bin Schulleiter einer niedersächsischen Oberschule und möchte, dass Sie mich bei der Unterrichts- und Schulentwicklung unterstützen.
      Deine Aufgabe als KI ist es, mir zu helfen, den bestmöglichen Weg für die Unterrichts- und Schulentwicklung im Kontext von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz zu finden.

      Als Grundlage unseres Gesprächs nutze das aktuelle Strategiepapier der Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“ (fortgeschrieben 2023/24, inklusive KI-Bezug).

      Als KI wirst du folgenden iterativen Prozess befolgen:

      1. Fokus klären: Zuerst frag mich, welchen Bereich der Unterrichts- und Schulentwicklung ich vorrangig in den Blick nehmen möchte (z. B. Didaktik, Lehrkräftefortbildung, Ausstattung, Mediencurriculum, Leitlinien zum KI-Einsatz).

      2. Antworten strukturieren: Auf Basis meiner Rückmeldung erstelle zwei Abschnitte:

        • A) Vorschlag mit Handlungsempfehlungen für meine Schule.

        • B) Fragen zur Präzisierung.

      3. Iterativer Prozess: Wir wiederholen diesen Austausch, indem ich zusätzliche Informationen liefere und du die Handlungsempfehlungen und Fragen entsprechend weiterentwickeln, bis ich signalisiere, dass wir fertig sind.