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Ich komme ursprünglich aus der Erwachsenenbildung und beschäftige mich schon seit langem mit der Frage, wie moderne Arbeitsformen und New Work hilfreich sein können für die Zusammenarbeit, gerade natürlich in Verbindung mit digitalen Werkzeugen und die Erfahrungen aus der Zusammenarbeit bei der Vorbereitung von Workshops, Seminaren, Vorträgen usw. All das versuche ich natürlich auch jetzt in der Schule gewinnbringend einzusetzen.
Agile Methoden im Unterricht nutze ich insofern, dass ich das, was ich schon vor dem Quereinstieg kennengelernt habe, versucht habe, auf Unterrichts Prozesse zu übertragen. Wobei sich für mich die etwas komplexeren Methoden als sperrig erwiesen haben. Bis sozusagen die Methode vorgestellt ist, ist relativ viel Zeit vergangen und so komplex sind die Unterrichtsprojekte dann oft nicht. Da hat dann so was wie Kanban völlig ausgereicht.
Das kann man den Schülern leicht vermitteln und die Schüler hatten dann die Möglichkeit ihre kleine Unterrichtsprojekte damit zu strukturieren, zu organisieren und die Fortschritte zu gestalten und darzustellen. Egal ob es dann darum geht, was die Schüler zum Beispiel im Praktikum machen oder bei der Erstellung von Lern-Produkten oder ähnlichem.
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Ralf, Berufsschule
Ich nutze Scrum zum Beispiel in der Informatik Oberstufe. Nach einem kleinen Exkurs zum Thema Projektmanagement, bei dem Scrum sowieso eine Rolle spielt. Probieren wir das Ganze danach aus, in dem die Schüler in den Scrum Teams-Präsentationen zu Netzwerktechnik Themen erstellen. Außerdem jeweils eine Überprüfung für die anderen Gruppen, damit klar ist, dass jeder auch jedes Thema verstanden hat. Dabei werden im Grunde alle Elemente von Scrum Retrospektiven ausprobiert.
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Manuel Grifka, Gymnasium
Für die Arbeit in der Schülervertretung, die ich betreue, nutzen wir auch ein Kanban-Board. Das heißt also eine agiles Projektmanagement Tool, das uns von Sitzung zu Sitzung immer wieder zeigt: Wo stehen wir eigentlich gerade, mit welchem Projekt? Was haben wir noch an Ideen, die beizeiten mal angegangen werden können? Was ist vielleicht auch schon abgeschlossen? Und das ist offenbar deutlich hilfreicher als eine To Do Liste, wo man immer nur sieht, was irgendwann mal erledigt wurde oder wird.
Und hier haben wir den Prozess eben viel besser abgebildet, vielleicht auch die Zuständigkeiten. Oder wenn man mit verschiedenen Swim-Lanes arbeitet, auch noch verschiedene Aspekte der Projekte. Und auch im Kollegium nutzen wir Kanban-Boards für die Schulentwicklung, für die Entwicklung von verschiedenen Projekten innerhalb von Abteilungen. Und dieses kann man dort steht dann zum Beispiel groß im Lehrerzimmer, wo dann jeder sehen kann, wie weit sind wir denn mit bestimmten Aspekten der Weiterentwicklung unseres Kollegiums?
Das ist eigentlich sehr hilfreich, leicht verständlich und auch gut nutzbar, ohne dass man viel Projektmanagement, Wissen oder agile Methoden kennt.
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Anonym, Grundschule
Ich weiß nicht, ob man das agile Methoden nennen kann, aber ich versuche bei meiner Arbeit und bei meinen Lernsettings möglichst transparent und strukturiert vorzugehen. Ich versuche die Informationen, die ich gebe, möglichst unabhängig von mir zu machen. Also so, dass immer der Arbeitsauftrag klar ist, dass die notwendigen Materialien und Informationen verfügbar sind, dass dann normalerweise nicht online, so dass ich gar nicht unbedingt da sein müsste und die Schülerinnen jederzeit wissen: Was muss ich tun?
Was sind die nächsten Schritte, wo sein Material, wie gebe ich es ab? Und ich dadurch viel mehr mich auf die Unterstützung, auf die Hilfe bei der Bearbeitung konzentrieren kann? Ich versuche als Lehrkraft vor allem den Rahmen zu geben und dann zu coachen, zu unterstützen, die die Aufgaben und die Lern Anlässe, die ich vorbereitet habe, von den Schülerinnen bearbeiten zu lassen.
Die werden aus meiner Sicht selbstständiger. Ihnen ist klar, dass sie die Sachen selber angehen müssen, anpacken müssen, dass sie es erst mal selber versuchen, dass sie andere fragen, dass sie vielleicht auch im Team versuchen, Dinge zu klären und zu erreichen. Bevor Sie dann mich fragen können. Und ja, vor allem die Selbstständigkeit ist mir wichtig. Und dass sie auch ins Produzieren kommen, also dass sie nicht nur Sachen reproduzieren oder Dinge einfach beantworten, sondern eigene Ideen umsetzen und Dinge entwickeln, bauen, erstellen.
Also, dass irgendwie auch ein bisschen was Neues rauskommt bei dem, was sie bearbeiten, als vielleicht einfach nur etwas wiederzugeben.