KI als Fremdsprachenlehrkraft?
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Freewriting
Welches der vorgestellten didaktischen Prinzipien finde ich für meinen Unterricht besonders wichtig – und warum?
Da ich aus der Schreibdidaktik komme, lade ich Sie an dieser Stelle zu einer kleinen kreativen Schreibaufgabe ein:

einem sogenannten Freewriting. Das Konzept des Freewritings in seiner heutigen schreibdidaktischen Form wurde durch Peter Elbow (1973) popularisiert.
Beim Freewriting schreiben Sie für 3–5 Minuten ohne Unterbrechung alles auf, was Ihnen zum Thema einfällt. Wichtig ist dabei: nicht korrigieren, nicht zensieren, einfach weiterschreiben – möglichst in ganzen Sätzen.
Aufgabe
Für diese Übung nutzen wir eine fokussierte Form des Freewritings. Das Thema lautet:
„Didaktische Säulen meines Unterrichts“
- Schreiben Sie das Thema als Überschrift auf ein A4-Papier oder in ein Word-Dokument (zu den Vorteilen des Schreibens mit Stift und Papier, siehe hier).
- Stellen Sie sich am besten einen Timer auf 3–5 Minuten.
- Schreiben Sie während der Übung alles auf, was Ihnen zum Thema einfällt.
- Wenn Ihnen kurz nichts einfällt oder Ihre Gedanken abschweifen, schreiben Sie auch das auf, bis Sie wieder zum Thema zurückfinden (z. B.: „Was könnte ich noch schreiben? Ach ja – vielleicht …“).
Ziel dieser Übung ist es, Gedanken sichtbar zu machen, ohne sie sofort zu bewerten.
- Lesen Sie Ihr Freewriting anschließend noch einmal durch und markieren Sie Gedanken oder Ideen, die Sie weiterverfolgen oder zu denen Sie noch etwas recherchieren möchten.
Viel Spaß beim "Schreibdenken"!
P.s.: Freewriting eignet sich auch sehr gut für den fremdsprachlichen Unterricht. Lassen Sie Lernenden möglichst frei wählen, in welchen Sprachen sie ihr Freewriting verfassen. Ein solches Codemeshing (Canagarajah, 2011) – also das flexible Nutzen des gesamten individuellen Sprachrepertoires – kann helfen, Schreibhemmungen abzubauen und sich als selbstwirksam zu erleben. Ziel ist hier nicht sprachliche Korrektheit, sondern Ideenfluss und gedankliche Aktivierung.