Dauer: ca. 25 Minuten
Material: Smartphone/Tablet oder Laptop mit Zugang zu einer Social-Media-Plattform, Kopfhörer, Schreibpapier, verschiedenfarbige Stifte

Kurzbeschreibung

Die Lernenden analysieren ihren eigenen Social-Media-Feed, ordnen Inhalte in Kategorien ein und reflektieren, wie Algorithmen ihre Interessen spiegeln und formen.

Durchführung

Phase 1: Analyse und Kategorisierung

Die Lernenden scrollen ca. 5 Minuten durch eine Plattform ihrer Wahl. Zu jedem Inhalt notieren sie einen passenden Oberbegriff. Anschließend werden die Begriffe farblich nach Kategorien geordnet.

Beispiel-Kategorien:
Unterhaltung, Nachrichten, Lifestyle, Werbung, Gaming, Schule
Phase 2: Auswertung & Diskussion
  • Welche Themen dominieren in eurem Feed – und warum?
  • Welche Einflüsse steuern das? (z. B. Algorithmus, Suchverhalten, Likes, Kommentare)
  • Entspricht das digitale Profil euren Werten und Selbstvorstellungen?
 

Binnendifferenzierung

Zielgruppe Anpassungen
Leistungsstarke Lernende Kategorien quantifizieren und als Diagramm darstellen. Werbung/gesponserte Inhalte analysieren. Vertiefte Reflexion: Welche Themen fehlen – und warum?
Lernende mit Unterstützungsbedarf Vorbereitete Kategorien nutzen (z. B. Sport, Mode, Gaming, Schule, Werbung, Nachrichten). Partnerarbeit: eine Person scrollt, die andere notiert.
Lernende mit geringer Social-Media-Erfahrung Vorbereitete Screenshots oder Beispiel-Feeds nutzen. Fokus auf Analyse statt eigene Daten. Gemeinsames Arbeiten im Plenum.

💡 Praktische Tipps

Typische Situationen & passende Reaktionen

  • Privatsphäre wahren
    → Niemand muss persönliche Inhalte teilen, Feeds dienen nur als Beispiele.
  • Technikprobleme vermeiden
    → Geräte und Zugänge vorab testen.
  • Einseitiger Feed
    → Spannende Beobachtung! Zeigt, wie Algorithmen Inhalte steuern. Gemeinsam überlegen, wie Vielfalt entsteht.
  • Ablenkung beim Scrollen
    → Timer nutzen, bewusst Pausen einlegen, Notizen machen.
  • Werbung schwer erkennbar
    → Kennzeichnungen zeigen (gesponsert, Anzeige, #ad).
 

Optionale Erweiterung

In einer digitalen Erweiterung können die Lernenden ihre Werbepräferenzen auf Plattformen einsehen und reflektieren, wie diese automatisch generierten Kategorien zu ihren tatsächlichen Interessen passen. Durch Einstellungsänderungen und Deaktivierungen erwerben sie Handlungskompetenz im Umgang mit personalisierter Werbung.

Links:
Google Werbeeinstellungen
Instagram Werbeeinstellungen