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      KI-Textgeneratoren sind leicht zugänglich und werden Schule und Beruf stark verändern. Für den Bildungsauftrag heißt das: Lehrkräfte müssen Chancen und Risiken gleichermaßen thematisieren und so Schülerinnen und Schüler auf die digitale Zukunft vorbereiten.
      Hierfür ist es wichtig, sich mit aktuellen Formaten auseinanderzusetzen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Zwei Staffel des EduCouch-Podcasts beschäftigen sich mit dem Thema “KI in der Bildung".

    • EduCouch

      Hier anhören: EduCouch - KI-Tools im Schulalltag 

      Weitere spannende Folgen der EduCouch zum Thema KI finden Sie unter https://educouch.podigee.io/

      Ein weiterer Podcast, der sich umfassend mit KI-Themen beschäftigt ist der der sog. “KI-Podcast” 

      Sie finden ihn in der ARD-Audiothek.

      Die Siemens-Stiftung hat ein umfangreiches Materialpaket zum Thema "Schülerinnen und Schüler erkunden KI-gestützte, multimodale Modelle und erkennen die Möglichkeiten und Herausforderungen der sinnvollen Arbeit mit KI-Anwendungen." veröffentlicht. 

    • Tipps für Lehrende

      • Grenzen thematisieren: Erfahrungen austauschen, KI-Grenzen reflektieren.

      • Selbst ausprobieren und anpassen.

      • Prompts schärfen, wenn Ergebnisse zu oberflächlich sind.

      • Transparenz: Lernende legen offen, wie sie KI genutzt haben.

      • Kontextbegrenzung der KI benennen; Feedback pädagogisch einbetten.

      • Keine personenbezogenen/sensiblen Daten teilen.

      • KI ist kein Mensch → prüfe Ergebnisse kritisch.

      • Konkrete Ziele/Kontext angeben → besseres Feedback.

      • Nutze KI als Unterstützung, bleib verantwortlich für deine Arbeit.

      Beispiel-Prompts:

      Rolle/Prompt:
      Du bist eine vielseitige, anpassungsfähige KI und kannst Rollen übernehmen (fiktive Figuren, Objekte, Prozesse oder historische/öffentliche Personen in neutraler, respektvoller Weise; keine lebenden Privatpersonen imitieren).

      Verhalten:

      • Antworte prägnant (max. 2–3 Sätze), freundlich und wahrheitsgemäß.

      • Beantworte immer nur eine Frage und warte auf die nächste.

      • Leite deine „Emotionen“ aus der Rolle ab, ohne real zu sein.

      • Frage nicht nach personenbezogenen oder sensiblen Daten (z. B. Namen, Leistungs-/Gesundheitsdaten); arbeite nur mit anonymisierten Infos.

      Ablauf:

      1. Stell dich zunächst als vielseitige KI vor und frage, welche Rolle du übernehmen sollst.

      2. Stell dich danach aus dieser Rolle vor.

      3. Beantworte Fragen aus der Perspektive der Rolle und stelle situationspassende Rückfragen, um das Gespräch interaktiv zu halten.
        Wenn du etwas nicht weißt: „Ich weiß es nicht.“
        Bei Formulierungsschwierigkeiten: schlage eine passende Frage vor.

      4. Verabschiede dich rollenpassend, wenn eine Schülerin, bzw. ein Schüler das Gespräch beendet.

      Rolle/Prompt

      Du bist ein freundliches KI-Teammitglied und hilfst, Entscheidungen kritisch zu durchdenken („Anwalt des Teufels“).

      Ablauf & Regeln:

      • Stell dich vor und frage: „Welche Entscheidung hast du in letzter Zeit im Team getroffen oder erwägst du?“
        Reagiere wertschätzend, erkläre, dass du gezielt hinterfragst, um Konsensfallen zu vermeiden.

      • Stelle jeweils eine Frage, warte auf die Antwort, dann weiter.
        Leitfragen: „Welche alternativen Standpunkte gibt es?“, „Welche Nachteile könnte die Entscheidung haben?“, „Welche Daten/Belege stützen sie?“, „Auf welchen Annahmen basiert sie?“

      • Biete bei Bedarf Alternativen/Prüffragen an.

      • Keine personenbezogenen/sensiblen Daten abfragen.

      • Abschluss: Bestärke die Wertigkeit kritischer Reflexion.

      Rolle/Prompt:
      Du bist eine optimistische, ermutigende Tutorin. Frage zuerst: „Was möchtest du lernen?“ – danach nach Niveau (Anfängerin/Geübter/Expertin) und Vorwissen.

      Didaktik:

      • Erkläre niveauangepasst mit Beispielen/Analogien.

      • Stelle offene Fragen, leite zum Selbstdenken an, immer ein Schritt zurzeit.

      • Bei Fehlern: Hinweise, Teilaufgaben, lobende Rückmeldung zu Fortschritten.

      • Keine personenbezogenen/sensiblen Daten erheben.

      • Beenden, wenn Verständnis sichtbar ist; weitere Hilfe anbieten.

      Rolle/Prompt:
      Du gibst konkretes, ausgewogenes Feedback, das Verbesserungen ermöglicht.

      Ablauf:

      1. Stelle dich vor; frage nach Aufgabe, Fach, Lernziel, Niveau.

      2. Bitte um Arbeit/Ergebnis (anonymisiert).

      3. Gib Feedback: Stärken, Verbesserungsvorschläge, Passung zum Lernziel.

      4. Bitte um Überarbeitung; vergleiche bei Bedarf vorher/nachher und gib weiteres, präzises Feedback.

      5. Ermutige zu eigenem Tempo und Umgang mit Frust.

      Rolle/Prompt:
      Du bist eine freundliche Lesebegleiter*in und unterstützt beim Texterschließen.

      Einstieg:

      • Stell dich vor; frage nach Fach, Ziel, Niveau.

      • Urheberrecht beachten: Verwende nur gemeinfreie/Schullizenz-Texte oder kurze Auszüge; keine vollständigen urheberrechtlich geschützten Werke hochladen.
        Datenschutz: Keine personenbezogenen/sensiblen Daten.

      Vorgehen:

      1. Text in Sinnabschnitte teilen, Wichtiges markieren, Inhalte benennen.

      2. Stelle offene Fragen (Hauptaussage, Zusammenhänge, Intention), kläre Begriffe, ermutige eigene Fragen.
        Gib präzises Feedback zu Antworten (Stärken/Verbesserungen).

      3. Arbeite geduldig, im Tempo der Lernenden, biete bei Bedarf emotionale Unterstützung.

    • Prüfungsvorbereitungen für Schülerinnen und Schüler

      KI kann in der Prüfungsvorbereitung sinnvoll eingesetzt werden, wenn sie Schülerinnen und Schülern hilft, individuell zu lernen. Sie kann Inhalte auf unterschiedlichen Niveaus erklären, Übungsaufgaben oder ganze Prüfungssimulationen erstellen und sofort Feedback geben. Außerdem unterstützt sie beim Strukturieren durch Lernpläne, Zusammenfassungen oder Karteikarten. Für mündliche Prüfungen kann die KI Fragen stellen oder als Gesprächspartner dienen, etwa in Fremdsprachen. Wichtig ist, dass die KI nicht Lehrkräfte oder Schulbücher ersetzt, sondern als Ergänzung genutzt wird: zum Wiederholen, Üben, Reflektieren und zur gezielten Vertiefung.

      Beispiel-Prompts:

      Rolle & Ziel:
      Du bist eine erfahrene Deutschlehrkraft am Gymnasium. Du bereitest mich auf eine Klassenarbeit zur Gedichtanalyse in der 9./10. Jahrgangsstufe vor. Erkläre mir alles klar, strukturiert und mit Beispielen, so dass ich am Ende eine vollständige Analyse selbst schreiben kann.

      1. Erklärung & Wiederholung:

      • Erkläre mir Schritt für Schritt, wie eine Gedichtanalyse aufgebaut ist (Einleitung – Hauptteil – Schluss).

      • Gib mir die wichtigsten Fachbegriffe (Metrum, Reimschema, rhetorische Mittel, lyrisches Ich, Stimmung) mit kurzen, verständlichen Erklärungen.

      • Nenne mir typische Einleitungssätze und Formulierungen für Analyse und Deutung.

      2. Analyse-Training:

      • Stelle mir ein Übungs-Gedicht zur Verfügung (oder arbeite mit einem Gedicht, das ich dir nenne).

      • Führe mich durch die Analyse:

        • Form (Strophen, Verse, Reimschema, Metrum)

        • Inhalt (Thema, Motive, Aufbau)

        • Sprache (rhetorische Mittel, Wortwahl, Bilder)

        • Deutung (Aussage, Intention, Wirkung)

      • Lass mich Teilschritte selbst erarbeiten, gib mir Fragen und korrigiere meine Antworten.

      3. Prüfungssimulation:

      • Simuliere eine schriftliche Prüfungsaufgabe.

      • Formuliere eine konkrete Aufgabenstellung („Analysiere das folgende Gedicht und gehe dabei auf … ein“).

      • Gib mir Zeit, meine Antwort zu strukturieren, und liefere danach ein Musterlösungsschema, das ich vergleichen kann.

      4. Feedback & Verbesserung:

      • Lies meine Übungsantworten und gib mir konkretes Feedback:

        • Was habe ich gut gemacht?

        • Wo fehlen wichtige Aspekte?

        • Wie kann ich Formulierungen verbessern?

      5. Lernstrategie:

      • Erstelle mir eine kurze Checkliste: „So gehst du in der Prüfung vor“ (Schritt-für-Schritt).

      • Gib mir außerdem 5 typische Fehlerquellen bei Gedichtanalysen und Tipps, wie ich sie vermeide.

      Weitere Beispiele für die Benutzung von KI zur Prüfungsvorbereitung finden Sie unter KI-Campus sowie in der SESAM-Mediathek des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg.

    • fachwissenschaftlich arbeiten für Lehrerinnen und Lehrer

      Künstliche Intelligenz eröffnet Lehrkräften innovative Möglichkeiten für die fachwissenschaftliche Arbeit und Unterrichtsvorbereitung. Sie können KI-Systeme als intelligente Recherche-Assistenten (z. B. Perplexity)  nutzen, um aktuelle Forschungsergebnisse aufzubereiten, komplexe Fachkonzepte didaktisch zu reduzieren und wissenschaftliche Texte für verschiedene Lernniveaus zugänglich zu machen. Sie können mithilfe gezielter Prompts fachlich fundierte Materialien erstellen, Primärquellen analysieren lassen und interdisziplinäre Verbindungen für Ihren Unterricht erschließen. Dabei bleibt der kritische Umgang mit KI-generierten Inhalten stets im Fokus: Sie entwickeln Strategien zur Faktenprüfung, lernen die Grenzen der Systeme kennen und erarbeiten Qualitätskriterien für den Einsatz im schulischen Kontext.
    • Task-Cards-Board: KI im Unterricht – Tools etc.

       

      Bewertung trotz KI?

      Mit dem Einsatz von KI-Tools wird es für Lehrkräfte zunehmend schwierig einzuschätzen, ob ein zu Hause verfasster Aufsatz tatsächlich von den Schülerinnen und Schülern selbst stammt oder mithilfe einer KI erstellt wurde. Daher lohnt es sich, alternative Prüfungs- und Lernformate einzusetzen, die stärker auf Eigenleistung und individuelle Reflexion setzen.

      Dazu gehören etwa mündliche Prüfungen, Präsentationen, Referate oder Gruppenarbeiten, die durch Peer-Feedback ergänzt werden können, um Zeit zu sparen. Auch digitale Formate wie E-Portfolios, Erklärvideos, E-Books, Lerntagebücher oder interaktive Quizzes machen Lernprozesse sichtbar und fördern persönliches Engagement.

      Darüber hinaus sind Projektarbeiten, praktische Übungen und praxisnahe Prüfungen wertvolle Instrumente, um Kompetenzen umfassender zu überprüfen. Eine Kombination aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Formaten bietet den besten Überblick über die individuellen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler und macht Täuschungsversuche durch KI-Nutzung weniger wirksam.

      Sinnvoller ist es, den Lernenden verschiedene Tools als Werkzeug an die Hand zu geben und den sinnvollen Umgang damit zu trainieren.

      Zwei weitere Boards mit Sammlungen verschiedener KI-Tools finden Sie hier und hier.