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    • KI eröffnet im Erdkundeunterricht vielfältige Möglichkeiten, die über reine Kartenarbeit hinausgehen und die im Kerncurriculum Niedersachsen geforderten Kompetenzen (Fachwissen, Räumliche Orientierung, Erkenntnisgewinnung/Methoden, Kommunikation, Beurteilungs- und Bewertungskompetenz) gezielt fördern.

      Wichtiger Hinweis: KI-generierte geografische Daten und Karten können Fehler oder veraltete Informationen enthalten. Besonders bei aktuellen geopolitischen Entwicklungen, Grenzen und statistischen Daten müssen Informationen aus validierten Quellen überprüft werden: DWD (Klimadaten), Destatis/LSN (Statistik), Copernicus/ESA Sentinel (Satellitenbilder), EEA (Umweltdaten), UN-Datenbanken. Bei hochaufgelösten Luft-/Satellitenbildern und Street-Level-Aufnahmen sind Datenschutz und Persönlichkeitsrechte zu beachten (Standard-Sentinel-Auflösung ist meist unproblematisch).

      Zentrale Einsatzszenarien umfassen:

      • Analyse von Satellitenbildern zur Raumbeobachtung

      • Klimadaten auswerten und Klimadiagramme interpretieren

      • Virtuelle Exkursionen und 360°-Erkundungen durchführen

      • Bevölkerungsentwicklung und Migration modellieren

      • Stadtentwicklung und Raumplanung simulieren

      • Naturgefahren und Risikoanalyse verstehen

      • Wirtschaftsräume und Globalisierung untersuchen

      • Nachhaltige Entwicklung und Agenda 2030 bewerten

      • Kartenarbeit und GIS-Grundlagen trainieren

      • Syndromansatz und Systemzusammenhänge (Sek II/erweitert)

      Besonders wertvoll für den Kompetenzerwerb: Wenn Lernende beispielsweise mit KI-Unterstützung den Strukturwandel im Ruhrgebiet analysieren, verschiedene Entwicklungsszenarien modellieren und Nachhaltigkeitsindikatoren bewerten, entwickeln sie systemisches Denken. Dabei müssen Projektionen, Maßstäbe und das MAUP (modifiable areal unit problem) beachtet werden - verschiedene räumliche Einheiten führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Die KI hilft, komplexe Wechselwirkungen zwischen Naturraum und menschlichem Handeln über verschiedene Maßstabsebenen zu verstehen.

      Kritische Einordnung: KI ersetzt nicht die direkte Raumerfahrung, eigene Kartierungen oder Exkursionen. Bei automatisierten Interpretationen von Satellitenbildern ist der Zeitbezug und die Aktualität zu prüfen. Bei Prognosen (Klimawandel, Bevölkerungsentwicklung) müssen Szenarioannahmen explizit gemacht werden: Datenbasis, Zeitraum, Unsicherheiten. Die Bewertung raumwirksamer Maßnahmen und die Entwicklung eigener Handlungsoptionen für nachhaltige Entwicklung erfordern fundierte geografische Bildung und können nicht an KI delegiert werden.

      Beispiel-Prompts:

      Curriculare Einordnung:
      • Kerncurriculum Erdkunde, Sek I: Klima und Klimawandel, Deutschland im Wandel

      • Kompetenzen: Fachwissen, Räumliche Orientierung, Erkenntnisgewinnung/Methoden, Beurteilungs- und Bewertungskompetenz, 

      • Raumbeispiele: Niedersachsen, Nordseeküste, Harz

      • Schwerpunkte: Klimadiagramme, Extremwetter, Anpassungsstrategien

      Beispiel-Prompt:

      Ich bin Erdkundelehrkraft in Niedersachsen (Klasse 9/10) und erarbeite gemäß KC die regionalen Auswirkungen des Klimawandels.

      Erstelle differenzierte Materialien zu Klimafolgen in Niedersachsen:

      DATENANALYSE (DWD-Basis):

      1. Temperaturentwicklung 1990-2023

        • Hannover, Cuxhaven, Göttingen vergleichen

        • Jahresmittel und Trends berechnen

        • Diagramme mit korrekten Achsen

        • Unsicherheiten angeben

      2. Extremwetterereignisse

        • Starkregen (mm/24h)

        • Dürreperioden kartieren

        • Sturmfluten Nordsee

        • Zeitbezug und Aktualität prüfen

      RAUMBEISPIELE NIEDERSACHSEN:

      • Küste: Meeresspiegelanstieg, Deichbau

      • Harz: Borkenkäfer, Waldumbau

      • Hildesheimer Börde: Dürre, Bewässerung

      • Städte: Hitzeinseln, Stadtplanung

      QUELLEN: DWD, NLWKN, Klimaatlas Niedersachsen

      Curriculare Einordnung:
      • Kerncurriculum Erdkunde, Sek I: Stadt als Lebensraum, Raumstrukturen

      • Kompetenzen: Fachwissen, Räumliche Orientierung, Beurteilungs- und Bewertungskompetenz

      • Raumbeispiel: Hannover als Landeshauptstadt

      • Schwerpunkte: Stadtmodelle, Funktionale Gliederung, Nachhaltige Stadtentwicklung

      Beispiel-Prompt:

      Ich bin Erdkundelehrkraft in Niedersachsen (Klasse 8) und analysiere gemäß KC städtische Strukturen am Beispiel Hannover.

      Erstelle Materialien zur Stadterkundung. Erstelle mir zu den vorgeschlagenen Orten Arbeitsblätter im doc-Format, in denen die Schülerinnen und Schüler direkt kartieren können:

      QUELLEN: Stadt Hannover, LSN, OpenData Portal

      Curriculare Einordnung:
      • Kerncurriculum Erdkunde, Sek I: Globalisierung, Wirtschaftsräume

      • Kompetenzen: Räumliche Orientierung, Erkenntnisgewinnung/Methoden, Beurteilungs- und Bewertungskompetenz

      • Schwerpunkte: Globale Warenströme, Arbeitsteilung, Nachhaltigkeit

      • Raumbeispiele: Global Player, Schwellenländer, Niedersachsen im Welthandel

      Beispiel-Prompt:

      Ich bin Erdkundelehrkraft in Niedersachsen (Klasse 10) und vermittle gemäß KC Globalisierungsprozesse und deren Auswirkungen.

      Erstelle Materialien zur Globalisierungsanalyse:

      FALLBEISPIEL SMARTPHONE:

      1. Produktionskette verfolgen

      2. Arbeitsbedingungen bewerten

      KRITISCHE BEWERTUNG:

      • Gewinner und Verlierer

      • Ökologische Folgen

      • Fairer Handel

      • SDGs einbeziehen

      QUELLEN: Destatis, WTO, UN Comtrade, Fairtrade Deutschland

      Curriculare Einordnung:
      • Kerncurriculum Erdkunde, Sek I: Landwirtschaftliche Räume, Ernährungssicherung

      • Kompetenzen: Fachwissen, Erkenntnisgewinnung/Methoden, 

      • Raumbeispiele: Niedersächsisches Tiefland, Börden, Intensive/Extensive Landwirtschaft

      • Schwerpunkte: Landwirtschaftliche Produktionsformen, Nachhaltigkeit

      Beispiel-Prompt:

      Ich bin Erdkundelehrkraft in Niedersachsen (Klasse 7) und vermittle gemäß KC verschiedene Formen der Landwirtschaft.

      Erstelle Unterrichtsmaterialien zur Landwirtschaft:

      NIEDERSACHSEN KONKRET:

      1. Regionale Schwerpunkte

        • Emsland: Viehhaltung, Biogas

        • Hildesheimer Börde: Zuckerrüben, Weizen

        • Altes Land: Obstanbau

        • Lüneburger Heide: Extensivnutzung

      2. Betriebsformen vergleichen

        • Konventionell vs. Bio

        • Familienbetrieb vs. Agrarindustrie

        • Massentierhaltung diskutieren

        • Niedersachsens Rolle als Agrarland

      METHODEN:

      • Kartierung: Bodennutzung

      • Satellitenbilder auswerten (NDVI)

      • Betriebserkundung planen

      • Expertenbefragung

      NACHHALTIGKEIT BEWERTEN:

      • Nitratbelastung Grundwasser

      • Insektensterben und Pestizide

      • CO₂-Bilanz verschiedener Produkte

      • Regional vs. Global

      DATENARBEIT:

      • LSN-Agrarstatistik

      • Ernteerträge vergleichen

      • Preise analysieren

      • Klimadiagramme nutzen

      DIFFERENZIERUNG:

      • Basis: Produkte zuordnen

      • Standard: Produktionsformen vergleichen

      • Erweitert: Zukunftsszenarien

      AKTUALITÄT: Bauernproteste, GAP-Reform, Tierwohl-Label thematisieren